Wie spielt man Solitär? Der Anfänger-Guide
Was ist Solitär überhaupt?
Solitär ist die populärste Patience-Variante der Welt — bekannt vor allem dadurch, dass Microsoft sie seit 1990 mit Windows mitliefert. Es ist ein Solo-Kartenspiel: du spielst alleine gegen das Deck. Ziel ist es, alle 52 Karten in eine bestimmte Sortierung zu bringen. Wer Geduld, ein bisschen Strategie und ein wenig Glück mitbringt, gewinnt — und kann sich an steigenden Bestzeiten erfreuen.
Wenn du bisher nur "Solitär kostenlos spielen" gegoogelt hast, ohne wirklich zu wissen, was du da klickst: dieser Anfänger-Guide führt dich vom Aufbau bis zum ersten gewonnenen Spiel. Schritt für Schritt, ohne Fachjargon, mit konkreten Beispielen.
Was du zum Spielen brauchst
- Ein Standard-Kartendeck (52 Karten, ohne Joker) — oder einfach unser Online-Solitär
- Etwa 5–10 Minuten Zeit pro Partie
- Konzentration und ein bisschen Geduld
Das Spielfeld auf einen Blick
Wenn du das erste Mal Solitär öffnest, siehst du vier Bereiche:
- Tableau — die sieben Spalten in der Mitte
- Stock — der verdeckte Kartenstapel oben links
- Talon — neben dem Stock, hier landen aufgedeckte Karten
- Foundations — die vier Ablagestapel oben rechts
Deine erste Partie — Schritt für Schritt
Schritt 1: Asse suchen
Schau dir zuerst die aufgedeckten Karten im Tableau an. Ist ein Ass dabei? Klick es an und verschiebe es auf eine Foundation — Asse starten dort immer.
Schritt 2: Niedrige Karten zuerst
Hast du eine 2 sichtbar, die zum bereits liegenden Ass passt? Drauflegen. Folge der aufsteigenden Logik: A, 2, 3, 4, …
Schritt 3: Im Tableau stapeln
Du hast eine rote 7 sichtbar und eine schwarze 8? Lege die 7 auf die 8. So gibst du verdeckten Karten die Chance, aufgedeckt zu werden.
Schritt 4: Stock ziehen
Du kommst nicht weiter? Klick den Stock an — eine neue Karte erscheint auf dem Talon. Vielleicht passt sie irgendwo.
Schritt 5: Verdeckte Karten freilegen
Der Schlüssel zum Sieg: verdeckte Karten möglichst schnell aufdecken. Je früher du weißt, was unten liegt, desto besser kannst du planen.
Schritt 6: König in leere Spalte
Eine Spalte komplett leer? Nur ein König darf hinein. Hast du einen sichtbar? Rein damit.
Schritt 7: Sieg!
Wenn alle 52 Karten auf den Foundations liegen — Glückwunsch, das war dein erster Solitär-Sieg.
Die häufigsten Anfänger-Fehler
- Zu schnell den Stock klicken — du verbrennst spielbare Karten.
- Foundation zu früh füllen — eine niedrige Karte kann im Tableau noch hilfreich sein.
- Leere Spalten zu schnell wieder voll — Könige sind selten, halte den Slot frei.
Welche Variante für den Einstieg?
Starte mit der 1-Karten-Variante — über 80 % der Spiele sind lösbar. Wenn dir das zu einfach wird, wechsel zur 3-Karten-Variante.
Wo geht es weiter?
Wenn die Grundlagen sitzen, vertiefe deine Technik mit der Profi-Strategie-Anleitung. Oder probier eine andere Variante: FreeCell ist die mathematisch leichteste, Spider Solitär ist die populärste Microsoft-Alternative.
Tieferer Einstieg: die drei Bewegungs-Typen verstehen
Solitär hat genau drei Arten von Bewegungen — wenn du diese verstanden hast, kennst du das ganze Spiel.
Bewegung 1: Karte innerhalb des Tableaus verschieben
Du wählst eine aufgedeckte Karte aus einer Tableau-Spalte und legst sie auf eine andere Tableau-Karte. Bedingung: die Zielkarte muss einen Wert höher sein und die andere Farbe haben (rot auf schwarz oder umgekehrt).
Beispiel: Du hast Herz-7 (rot) sichtbar in Spalte 3 und Pik-8 (schwarz) sichtbar in Spalte 5. Die Herz-7 darf auf die Pik-8. Nach dem Zug ist Pik-8 nicht mehr "frei oben" — Herz-7 liegt jetzt darauf, ist aber selbst wieder spielbar.
Bewegung 2: Karte aus dem Talon ins Spiel bringen
Die oberste Talon-Karte kannst du auf zwei Arten ablegen: ins Tableau (auf eine passende Karte) oder direkt auf die Foundation (wenn es das richtige Ass ist oder die nächste Karte in der Foundation-Sequenz).
Wichtig: nur die oberste Talon-Karte ist spielbar. Die darunter liegenden bleiben für später — oder verschwinden, wenn du den Talon nicht mehr durchläufst.
Bewegung 3: Karte zur Foundation
Sobald du ein Ass siehst (egal ob im Tableau oder im Talon), kannst du es auf eine der vier Foundation-Stapel legen. Danach kommt darauf die 2 in gleicher Farbe, dann die 3, und so weiter. Wenn du alle vier Asse, Zweier, Dreier ... bis zu allen Königen oben hast, ist das Spiel gewonnen.
Der goldene Anfänger-Plan
Wenn du gerade erst startest, hilft dir folgender mentaler Ablauf pro Zug:
- Schau auf das Tableau. Welche Asse, Zweier sind sichtbar? Lege sie sofort auf die Foundation.
- Welche Karten kannst du innerhalb des Tableaus verschieben? Tu das, wenn es dir eine verdeckte Karte freilegt.
- Erst dann den Stock klicken. Wenn nichts mehr geht, ziehe eine neue Karte.
- Wiederhole. Diese Reihenfolge — Foundation → Tableau-Bewegung → Stock — funktioniert in 80 % aller Situationen optimal.
Konkretes Beispiel — eine Mini-Partie
Stell dir vor, das Spielfeld zeigt nach dem Aufdecken folgende Top-Karten:
- Spalte 1: Pik-Ass ♠A
- Spalte 2: Herz-9 ♥9
- Spalte 3: Karo-3 ♦3
- Spalte 4: Pik-10 ♠10
- Spalte 5: Herz-Bube ♥J
- Spalte 6: Kreuz-7 ♣7
- Spalte 7: Karo-König ♦K
Was tust du als Erstes? Genau: Pik-Ass auf die Pik-Foundation. Das ist immer richtig.
Als Nächstes: kannst du Herz-9 auf Pik-10 legen? Ja — rot auf schwarz, ein Wert weniger. Tu das. Damit wird unter Herz-9 in Spalte 2 die nächste Karte aufgedeckt.
Karo-3 auf Kreuz-7 geht nicht — Karo (rot) auf Kreuz (schwarz) wäre farblich OK, aber die 3 muss auf eine 4 (nicht auf eine 7). Sie ist also vorerst nicht verschiebbar — außer, du findest eine 4 in passender Farbe.
Herz-Bube auf Karo-König geht nicht — Herz (rot) auf Karo (rot) verletzt die Farb-Regel. Du brauchst einen schwarzen Buben (Pik oder Kreuz), um auf den Karo-König zu legen.
Nach 2–3 weiteren Zügen klickst du den Stock und ziehst neue Karten. So tastest du dich Schritt für Schritt durch die Partie.
Beim Spielen: typische Situationen erkennen
Situation: alle vier Buben sind schon auf der Foundation, aber die Damen liegen noch im Tableau
Schlecht. Damen können nur noch auf Könige oder direkt auf die Foundation — du hast eine Engstelle geschaffen. Lehre daraus: Buben nicht zu früh ablegen.
Situation: zwei deiner Spalten haben jeweils nur eine offene Karte
Gut. Du hast Optionen. Mit jedem Zug kannst du diese Karte irgendwohin verschieben und damit Information gewinnen.
Situation: der Talon zeigt eine Karte, die du brauchst, aber du müsstest sie nehmen, ohne danach einen sinnvollen Zug zu haben
Schwierig. Manchmal lohnt es sich zu warten — vielleicht erscheint sie beim nächsten Stock-Durchlauf erneut in einer besseren Position.
Solitär auf dem Handy
Auf dem Smartphone funktionieren alle Bewegungen per Tap statt Klick. Unser Spiel ist mobil voll optimiert — die Karten skalieren auf deine Bildschirmgröße. Tipp: dreh dein Handy ins Querformat, dann hast du das ganze Spielfeld auf einen Blick.
Häufige Fragen von Einsteigern
Wie lange dauert eine Partie Solitär?
Erfahrene Spieler brauchen 2–5 Minuten pro Partie. Anfänger eher 8–12 Minuten — vor allem, weil sie noch über jeden Zug nachdenken.
Ist Solitär für Senioren geeignet?
Absolut. Solitär gehört zu den meistgespielten Spielen unter Senioren — es trainiert Gedächtnis, Logik und Konzentration. Wir empfehlen für die Augen unsere XL-Karten-Variante mit extra großen Karten.
Macht Solitär abhängig?
Es kann süchtig machen — im positiven Sinn. Eine Partie dauert nur Minuten, das nächste "Vielleicht-gewinne-ich-die-nächste" lockt. Achte auf Pausen.
Gibt es eine offizielle Reihenfolge der Schwierigkeiten zum Lernen?
Ja: 1) Klondike 1-Karte, 2) FreeCell, 3) Klondike 3-Karten, 4) Spider 1-Farbe, 5) Spider 2-Farben, 6) Yukon, 7) Spider 4-Farben, 8) Forty Thieves. So baut sich Schwierigkeit kontinuierlich auf.
Vom Anfänger zum Fortgeschrittenen
Wenn du nach 20–30 Partien das Gefühl hast, die Grundlagen sitzen, bist du bereit für die nächste Stufe. Folgende Themen vertiefst du als Nächstes:
- Strategie-Tipps — Lösungsrate verdoppeln
- Vollständige Regeln — Sonderfälle und Glossar
- Varianten-Vergleich — welche Variante passt zu dir
- Geschichte — wie Solitär entstand
Übung macht den Meister
Solitär ist eines der besten Spiele, um spielerisch logisches Denken zu trainieren. Niemand wird gleich beim ersten Mal Profi. Spielen, verlieren, neu starten — und mit der Zeit erkennen, welche Züge gut sind und welche nicht. Nach 50–100 Partien hast du ein Bauchgefühl für Solitär entwickelt, das die meisten Bewegungen automatisch richtig macht.
Solitär verstehen heißt das Tableau verstehen
Das Tableau ist der Ort, an dem 90 % aller Spielentscheidungen stattfinden. Wenn du das Tableau verstehst, verstehst du Solitär. Ein paar wichtige Eigenschaften:
Die Treppen-Struktur
Das Tableau ist nicht symmetrisch — Spalte 1 hat eine Karte, Spalte 7 hat sieben. Das bedeutet: Spalte 7 verdeckt 6 Karten, von denen du bei Spielbeginn nichts weißt. Diese verdeckten Karten sind dein eigentlicher Gegner.
Eine wichtige Konsequenz: die "hinteren" Spalten (5, 6, 7) sind anfangs deutlich wichtiger — dort wartet mehr unbekannte Information. Die "vorderen" Spalten (1, 2, 3) sind schnell abgearbeitet und liefern weniger Spielinformation pro Zug.
Wachsende und schrumpfende Spalten
Eine Spalte kann sowohl wachsen als auch schrumpfen. Wenn du eine Karte aus einer Spalte entfernst, schrumpft sie — irgendwann ist sie leer (Königs-Slot). Wenn du Karten dazu legst, wächst sie. Profis verfolgen mental, welche Spalten sich in welche Richtung entwickeln.
Eingeschlossene Karten
Eine "eingeschlossene" Karte ist eine, die unter einer höheren Karte gleicher oder ungeeigneter Farbe verdeckt liegt. Beispiel: eine Karo-2, die unter einem Pik-König verdeckt ist und der Pik-König nirgendwohin verschiebbar ist (weil keine andere Spalte leer ist). Die Karo-2 ist effektiv gefangen, bis der König irgendwie wegkommt.
Die Rolle des Stocks
Der Stock ist die zweite große Information-Quelle nach dem Tableau. Er enthält 24 Karten — fast die Hälfte des Decks. Anfänger missverstehen den Stock oft als "Hilfsmittel, das man immer ziehen kann". Tatsächlich ist er ein Werkzeug, das du strategisch einsetzen musst.
Stock-Mechanik im 1-Karten-Modus
Jeder Klick zieht eine Karte. Die oberste Talon-Karte ist immer spielbar. Wenn du sie nicht spielst und weiterklickst, wandert sie unter die nächste — bleibt aber zugänglich, sobald du die Karte darüber wegnimmst oder den Talon neu durchläufst.
Stock-Mechanik im 3-Karten-Modus
Hier wird's interessant. Pro Klick werden drei Karten gezogen, aber nur die oberste ist spielbar. Spielst du die oberste, wird die zweite zugänglich. Spielst du die zweite, wird die dritte zugänglich. Du musst also "von oben abräumen" um an die unteren zu kommen. Das macht den 3-Karten-Modus deutlich schwerer.
Stock-Recycling
Wenn der Stock leer ist und du den Talon wieder als Stock verwendest, behalten die Karten ihre Reihenfolge. Das heißt: im 3-Karten-Modus erscheinen genau dieselben Karten in genau derselben Reihenfolge. Geduld zahlt sich aus — eine zuvor "verfehlte" Karte kommt vielleicht im zweiten Durchlauf in besserer Position.
Solitär als Logik-Spiel
Solitär wirkt wie ein Glücksspiel — viele Anfänger glauben, das Ergebnis sei vor allem von den Karten abhängig. Tatsächlich ist Solitär zu ~70 % ein Logik-Spiel. Studien (Bjarnason et al., Oregon State 2007) zeigen, dass die maximal mögliche Lösungsrate bei optimalem Spiel rund 82 % beträgt — das heißt, vier von fünf Deals sind theoretisch gewinnbar. Anfänger erreichen typischerweise 30–40 %. Die Differenz ist Strategie.
Solitär und Konzentration
Studien zeigen, dass regelmäßiges Spielen von Solitär oder verwandten Patience-Spielen positive Auswirkungen auf Arbeitsgedächtnis, Konzentration und Problemlösungs-Fähigkeit haben kann. Es ist kein Wundermittel, aber als "geistiger Spaziergang" zwischendurch durchaus wertvoll. Vor allem für Senioren ist Solitär ein etabliertes Werkzeug zur kognitiven Aktivierung.
Anfänger-FAQ
Warum verliere ich so oft?
Anfangs ist das normal. Ohne Strategie liegt die Gewinnrate bei rund 30 %. Mit ein paar Wochen Übung steigt sie auf 50–70 %.
Brauche ich ein gutes Gedächtnis?
Hilfreich, aber nicht zwingend. Wichtiger ist räumliches Denken und Planung. Profis "tracken" mental, welche Karten bereits durch den Talon liefen — Anfänger müssen das (noch) nicht.
Ist Solitär ein Glücksspiel?
Im engeren Sinn nein. Es gibt keinen Einsatz, kein Gewinnen von Geld, keine Manipulation. Mathematisch ist es ein Geduldsspiel (Patience-Spiel). Strategie und Logik sind entscheidend.
Ist Online-Solitär anders als mit echten Karten?
Im Kern dieselben Regeln, aber Online hat Vorteile: automatische Regelprüfung, Undo, Bestzeit-Tracking, Hinweise. Mit echten Karten musst du selbst auf Korrektheit achten.
Was ist die schnellste mögliche Lösung?
Theoretisch 52 Züge (jede Karte direkt auf die Foundation). In der Praxis sind 90–130 Züge realistisch — das schließt Stock-Klicks ein.
Kann man Solitär zu zweit spielen?
Klassisches Klondike-Solitär ist ein Solo-Spiel. Es gibt aber verwandte Patience-Varianten, die zu zweit spielbar sind — etwa "Doppelkopf-Patience" oder "Wettkampf-Solitär", bei dem zwei Spieler dasselbe Deal mit getrennten Decks spielen und auf Zeit konkurrieren.
Was bedeutet "Auto-Complete"?
Wenn keine verdeckten Karten mehr im Tableau liegen, kann das Spiel die verbleibenden Züge automatisch ausführen — eine nach der anderen wandern alle Karten auf die Foundation. Spart Zeit und Klicks. Unser Online-Solitär bietet diese Funktion.
Wie unterscheidet sich "Solitär" von "Solitaire"?
Im Deutschen sagt man "Solitär", im Englischen "Solitaire". Es ist dasselbe Spiel — die deutsche Schreibung ist nur eine Variante des französischen Wortes "solitaire" (allein, einzeln). Auch "Patience" wird gelegentlich verwendet — vor allem im traditionellen Sprachgebrauch.
Gibt es ein Highscore-System?
Klassisches Klondike hat kein offizielles Punktesystem. Microsoft führte eines ein (basierend auf Zeit + Zügen), das aber nie zum Standard wurde. Wir tracken in unserer Online-Version Bestzeit pro Variante — das ist der gebräuchliche "Score".
Mehr über die Karten-Symbole
Jedes Standard-Deck hat 52 Karten in vier Farben, 13 Werten pro Farbe. Die Symbole haben historische Bedeutung:
- Pik ♠ (engl. "Spades", franz. "Pique") — symbolisiert die Speer-Spitze, ursprünglich für Soldaten. Schwarz.
- Herz ♥ (engl. "Hearts", franz. "Cœur") — symbolisiert das Herz, ursprünglich für den Klerus. Rot.
- Karo ♦ (engl. "Diamonds", franz. "Carreau") — symbolisiert Diamanten oder Steine, ursprünglich für Kaufleute. Rot.
- Kreuz ♣ (engl. "Clubs", franz. "Trèfle") — symbolisiert das Kleeblatt, ursprünglich für Bauern. Schwarz.
Die Werte: As (1, niedrig oder hoch je Spiel), 2–10 (numerisch), Bube (J), Dame (Q), König (K). In Solitär ist Ass immer der niedrigste Wert.
Solitär als Lebensbegleiter
Generationen haben Solitär gespielt — von Bürobeschäftigten der 90er, die heimlich Windows-Solitär statt Excel öffneten, bis zu Senioren von heute, die täglich eine Partie als geistiges Training spielen. Es ist eines der wenigen Spiele, die ohne soziale Komponente, ohne kompetitiven Druck und ohne Lernkurve im 60-Sekunden-Bereich starten — und doch jahrzehntelang Freude machen.
Das schöne an Solitär: jede Partie ist ein abgeschlossenes Mikro-Erlebnis. Wenige Minuten, ein klares Ziel, ein klares Ergebnis. Im Gegensatz zu den meisten modernen Spielen mit "Endless"-Modi und Belohnungsschleifen ist Solitär ein Spiel mit Anfang, Mitte, Ende — und Pause danach.
Tipps für den ersten Sieg
Wenn du nach 10 Partien noch nie gewonnen hast: das ist normaler als du denkst. Hier sind drei konkrete Tipps für deinen ersten Sieg:
- Spiele 1-Karten-Modus. Wechsele in den Einstellungen auf "1 Karte ziehen" — die Lösungsrate ist über doppelt so hoch wie 3-Karten.
- Nutze Undo großzügig. In den ersten 20 Partien ist Undo dein Lehrer. Mache einen Zug, schau das Ergebnis, mach Undo, probier eine andere Reihenfolge.
- Konzentrier dich auf eine Spalte. Wähle pro Partie eine Spalte (meistens die mit den meisten verdeckten Karten) und arbeite gezielt daran, sie zu leeren.
Solitär in der Familie
Solitär ist generationsübergreifend. Großeltern erinnern sich an Patience aus den Salons des 19. Jahrhunderts, Eltern an Windows-Solitär aus den 90ern, Kinder lernen es heute auf Tablets und Handys. Es ist eines der wenigen Spiele, das ohne Anpassung von 8 bis 80 funktioniert. Wenn du mit Kindern spielst, empfehlen wir die 1-Karten-Variante mit Hinweis-Funktion — Frust wird minimiert, Lernerfolg maximiert.
Was nach dem ersten Sieg kommt
Du hast deine erste Partie gewonnen. Glückwunsch! Was jetzt?
- Spiele 10 weitere Partien im 1-Karten-Modus — festigen, was du gelernt hast.
- Versuche dann 3-Karten-Modus — gleicher Spielablauf, höherer Anspruch.
- Probier eine andere Variante: FreeCell für mehr Strategie ohne Glücksanteil, TriPeaks für schnelle 3-Minuten-Runden.
- Lies unseren Varianten-Vergleich für eine Empfehlung, welche Variante zu deinem Spieltyp passt.
Fazit
Solitär zu lernen ist einfacher als du denkst — und gleichzeitig tiefer als es scheint. Die Grundregeln sitzen in fünf Minuten. Die Strategie zu meistern dauert Wochen. Aber selbst während du lernst, machst du Spaß: jede Partie ist nur Minuten lang, jede gewonnene Partie ein Mini-Erfolgserlebnis. Solitär ist nicht ohne Grund seit über 230 Jahren ein Klassiker. Spiel los, lern dabei, hab Geduld mit dir selbst. Nach 50 Partien siehst du dein Spiel mit ganz anderen Augen.
Bereit? Unser klassisches Solitär wartet auf dich. Ohne Anmeldung, ohne Download. Sofort spielbar.
Häufige Fragen
Ist Solitär schwer zu lernen?
Nein. Die Grundregeln sind in 5 Minuten erklärt. Routine kommt nach 5–10 Partien.
Wie alt sollten Kinder zum Spielen sein?
Ab etwa 7 Jahren — sobald sie sicher Kartenwerte und Farben unterscheiden können.
Kann ich Solitär auch ohne Computer spielen?
Ja, mit einem normalen Kartendeck. Aber online geht's schneller — und du kannst Züge rückgängig machen.